Boucherouite-Teppiche sind eine Besonderheit der Berberstämme Marokkos.

Boucherouite-Teppiche

In diesen oft sehr bescheidenen Haushalten weben die Berberfrauen Boucherouite-Teppiche aus weggeworfenen Stoffresten. Tausend Fetzen aus Baumwolle, Nylon und gelegentlich auch Wolle werden zu diesen fabelhaften dekorativen Berber-Teppich-Kreationen verwoben.

Der Kontrast zwischen der Armut der verwendeten Materialien und dem Reichtum der endgültigen Komposition trägt zu diesen beeindruckenden Werken der modernen Kunst bei.

Bis vor kurzem waren diese Flicken-Boucherouite-Teppiche ohne kommerziellen Wert, sie wurden nicht einmal von den Souk-Ladenbesitzern ausgestellt, aber ein Interesse ist entstanden und hat sich von Europa bis in die USA und nach Japan verbreitet.

Die schiere Ehrlichkeit dieser künstlerischen Kreationen, ihre leuchtenden Farben, ihre lyrisch abstrakten Bewegungen und ihre bescheidenen Preise sind von großem Interesse für die jüngere Generation, die ihre Authentizität und ihren ästhetischen Wert zu schätzen weiß.

Diese Wandteppiche ziehen einen in eine visuelle Traumwelt, in der es keine vordefinierten Grenzen gibt, in der die vorgeschlagenen Formen über den Rahmen hinaus unendlich fortgesetzt werden könnten.

Wir sind gerührt von solchen Boucherouite-Teppichen, bewegt von dem Wissen, dass sie nie als Kunstwerke konzipiert, aus der Laune ihres Webers heraus entwickelt und von den verschütteten Erinnerungen ihrer Vorfahren beeinflusst wurden. Jedes Werk hat sich auf überraschende Weise von seinem ethnischen Ursprung zu einem Ausdruck universeller Schönheit erhoben.

Im Gegensatz zu den meisten europäischen Webtechniken, basierend auf vorgefassten Mustern; Die Berberfrauen weben durch die Bewegung ihrer Finger, ohne Zeichnungen oder vordefinierte Designs, genau wie die verschiedenen Pinselstriche ein Gemälde erzeugen. So wird jeder „BOUCHEROUITE“-Wandteppich zu einem einzigartigen Kunstwerk und kann die grenzenlose Sensibilität der Berberfrauen ohne Vorsatz zum Ausdruck bringen.

Die kulturellen Einflüsse dieser Berberfrauen aus Marokko lassen sich bis in die Anfänge der Zeit zurückverfolgen; Das allgegenwärtige Diamantmotiv existiert seit der Jungsteinzeit. Diese Arbeiten enthüllen Spuren tausendjähriger Zivilisationen und enthüllen Zeichen und Symbole einer noch ferneren Geschichte. Ebenso sind die Ergebnisse der Vermischung der Berber- und afrikanischen Kulturen, kombiniert mit den angestammten Karawanen der Sahara und des Sudan, offensichtlich.

Wie Frederic DAMGAARD in seinem ausgezeichneten Buch „Tapis et tissages, l'art des femmes berbères au Maroc“ feststellt, ist es vernünftig, die Tapisseriearbeit der Berberfrauen mit einem Musikinstrument zu vergleichen: „Es ist leicht, eine Berberfrau zu vergleichen vor ihrem Webstuhl, einem Pianisten vor seinem Klavier. Beide komponieren eine wunderschöne Melodie, mit Rhythmen und Harmonien, mit Farben und Tönen. Ihre Partituren bleiben flexibel und lassen Raum für persönliche Improvisation. Beide haben Zugriff auf ein großes Repertoire, das nach Lust und Laune interpretiert werden kann.

Kunst ist nicht nur etwas für Maler und Bildhauer; Viele Stammesobjekte sprechen unsere Sinne an und können als Kunstwerke betrachtet werden. Das Museum of Early Art in Paris hat neue Perspektiven für diese Amateure der Stammeskunst geschaffen, in denen Symbolik, Grafik und Farbpalette ihren universellen Wert der Schönheit hervorheben.

Es ist faszinierend zu sagen, wie die starke und erhabene Grafik dieser Boucherouite-Berberteppiche viele moderne Künstler inspiriert hat. Es wird immer wieder erstaunlich sein, die gleichen Noten zu bemerken, die sich durch Berberteppiche ziehen, die in den Werken von KANDINSKY, KLEE, MONDRIAN, POLLOCK oder vielen anderen abstrakten Künstlern zu sehen sind.

Aus vielen Gründen haben wir uns in diese Boucherouite verliebt und möchten zu ihrer Entdeckung durch Amateursammler beitragen.

Wir tragen unseren bescheidenen Teil dazu bei, dass diese gewebten Kunstwerke von Fachleuten, Galeristen und Museumskuratoren anerkannt wurden.

Aktuelle Ausstellungen :
THANAKRA GALLERY – PARIS – Ausstellung 2006 und 2009
BLAZEL GALERIE – GRAZ Österreich – Mai 2010
CAVIN-MORRIS GALLERY – NEW YORK – Ausstellung Mai-Juli 2010
DOUGLAS HYDE GALLERY - DUBLIN, Irland, November 2010 - Januar 2012
GALERIE JEANNE BAYOL - ST REMY DE PROVENCE Frankreich - Juni-August 2012

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